Santa Teresa 1796 Solera Rum Venezuela – Mit dem Santa Teresa 1796 präsentiert die venezolanische Hacienda Santa Teresa einen Rum, der Tradition und ein aufwendiges Reifeverfahren miteinander verbindet. Die Hacienda wurde bereits 1796 im Aragua-Tal gegründet und produziert seit 1830 Rum. Der Santa Teresa 1796 wurde 1996 anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Hacienda entwickelt und sollte die über Generationen gewachsene Handwerkskunst der Familie Vollmer in einem besonders vielschichtigen Rum vereinen. Dabei handelt es sich um einen Blend verschiedener Rumtypen, deren Reifealter von vier bis zu 35 Jahren reicht.
Eine Besonderheit des Santa Teresa 1796 ist sein dreistufiger Reifeprozess. Zunächst werden drei unterschiedliche Destillate – leichter Rum, schwerer Rum und Pot-Still-Rum – getrennt voneinander gereift. Jeder dieser Bestandteile entwickelt dabei seinen eigenen Charakter: Der leichtere Rum bringt unter anderem Holz, Vanille und Gewürznoten ein, während der schwerere Rum fruchtige Aromen von Apfel, Birne, Banane und Honig entwickelt. Der Pot-Still-Anteil sorgt wiederum für kräftigere Nuancen von Leder, dunkler Schokolade, Tabak und dem typischen Charakter eines Rumkellers. Die verschiedenen Komponenten werden anschließend von den Maestros Roneros miteinander vermählt.
Nach dieser ersten Reifephase folgt die eigentliche Besonderheit des Santa Teresa 1796: die Reifung im Solera-System. Der Blend durchläuft dabei ein System aus vier Reihen von Hogshead-Fässern, die miteinander verbunden sind. Die Fässer werden nicht vollständig entleert, sondern jeweils nur teilweise entnommen und mit dem Blend aus der darüberliegenden Fassreihe ergänzt. Dadurch bleibt ein Teil des älteren Rums kontinuierlich im System erhalten. Das ursprüngliche „Ron Madre“, das für den Start der Solera im Jahr 1992 verwendet wurde, ist auf diese Weise bis heute Bestandteil der Abfüllung.
Anschließend wird der Rum ein drittes Mal in großen Bottichen aus französischer Limousin-Eiche verfeinert. Diese zusätzliche Reifephase dient vor allem dazu, die unterschiedlichen Komponenten miteinander zu verbinden und dem Rum seine charakteristische Weichheit und Ausgewogenheit zu verleihen. Das Ergebnis ist ein Rum, der trotz seiner komplexen und teilweise kräftigen Aromen bewusst trocken und ausgewogen wirkt. Mit einem Zuckergehalt von weniger als 3 Gramm pro 750 ml gehört der Santa Teresa 1796 zudem zu den vergleichsweise trockenen Rums seiner Kategorie. Nach Angaben des Herstellers werden dabei keine Zusatzstoffe eingesetzt, die Geschmack oder Aroma verändern sollen.
Im Glas zeigt sich der Santa Teresa 1796 in einem warmen, bernsteinroten Farbton und mit einer ausgeprägten Viskosität. In der Nase treffen fruchtige Aromen auf feine Holznoten. Mit etwas Zeit im Glas treten zusätzlich würzige und süßere Nuancen hervor, die bereits auf die Vielschichtigkeit des Rums hinweisen. Die lange Reifung in verschiedenen Fasssystemen verbindet dabei die fruchtigen Bestandteile mit Vanille, Holz und Gewürzen.
Am Gaumen präsentiert sich der Santa Teresa 1796 weich, rund und zugleich ausgesprochen vielschichtig. Karamell und Vanille bilden die süßlich-würzige Grundlage, während geröstete Nüsse und dunkle Schokolade für dunklere und kräftigere Akzente sorgen. Dazu kommen Zimt, reife Pflaumen und feine Noten von Honig und Pfeffer. Auch Leder und Holz lassen sich im Hintergrund wiederfinden und verleihen dem Rum zusätzliche Tiefe. Trotz der zunächst weich wirkenden Aromatik entwickelt sich der Geschmack zunehmend trockener und zeigt dabei immer neue Facetten.
Der Abgang ist lang und ausgewogen. Die Aromen von dunkler Schokolade, Nüssen und Gewürzen bleiben lange am Gaumen, während sich die anfängliche Süße zunehmend zurückzieht und einer trockeneren, leicht würzigen Note Platz macht. Gerade dieser Wechsel zwischen einem weichen Auftakt und dem trockeneren Finale ist charakteristisch für den Santa Teresa 1796 und unterscheidet ihn von vielen Rums, die dauerhaft von einer ausgeprägten Süße geprägt sind. Der Hersteller beschreibt ihn entsprechend als besonders weich und ausgewogen mit einem überraschend trockenen Finish.
Der Santa Teresa 1796 verbindet damit verschiedene Generationen venezolanischer Rumtradition mit einem außergewöhnlich aufwendigen Reifeverfahren. Die Kombination aus unterschiedlich gereiften Rumtypen, dem dreistufigen Aging und dem kontinuierlichen Solera-System macht ihn zu einem eigenständigen venezolanischen Rum mit einer großen aromatischen Bandbreite. Karamell, Vanille, Nüsse, dunkle Schokolade, Pflaumen und Gewürze verbinden sich mit den komplexeren Noten von Holz und Leder und führen zu einem langen, trockenen und ausgewogenen Finale.




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